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Technical Interviews4 min

Finance Interview-Fragen und wie man sie beantwortet

Finance Interview-Fragen beantwortet – technische Vorbereitung für Banking-, FP&A- und Analysten-Rollen sowie die Verhaltens- und Fit-Fragen, die über das Angebot entscheiden.

Finance Interview-Fragen und wie man sie beantwortet

Suchintention: Finance-Kandidaten (Banking, FP&A, Analyse), die sowohl die technische Vorbereitung als auch den Verhaltens-/Fit-Aspekt benötigen.


Was Finance-Interviews wirklich testen

Finance-Interview-Fragen lassen sich in zwei Kategorien aufteilen, die völlig unterschiedliche Vorbereitung erfordern. Die technischen Fragen testen, ob du die Mechanik beherrschst. Die Fit-Fragen testen, ob Interviewer gerne 80 Stunden pro Woche mit dir arbeiten würden.

Die meisten Kandidaten überarbeiten die technischen Aspekte und unterschätzen den Fit. Beide Seiten können deine Kandidatur ruinieren.


Technische Finance-Kernfragen

Buchführung und Abschlüsse

„Erkläre mir die drei Finanzberichte und wie sie zusammenhängen."

Diese Frage erscheint in fast jedem Finance-Interview auf jedem Level. Die erwartete Antwort:

„Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt Einnahmen, Ausgaben und Nettogewinn über einen Zeitraum. Die Bilanz zeigt Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eigenkapital zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Kapitalflussrechnung stimmt den Nettogewinn mit den tatsächlichen Cashflows ab. Sie sind durch den Nettogewinn verbunden, der von der G&V in die Gewinnrücklagen der Bilanz fließt und zum Ausgangspunkt der Kapitalflussrechnung wird. Abschreibungen werden im operativen Bereich addiert, weil sie nicht-kassenwirksame Aufwendungen sind."

Kenne das auswendig.

Bewertung

„Was sind die wichtigsten Bewertungsmethoden?"

Die drei Säulen:

  • DCF (Discounted Cash Flow): Intrinsischer Wert basierend auf prognostizierten künftigen Cashflows, diskontiert auf den Barwert. Am empfindlichsten gegenüber Terminal-Value-Annahmen und dem Diskontsatz.
  • Vergleichbare Unternehmensanalyse (Comps): Relativer Wert basierend auf Handelsmultiplikatoren (EV/EBITDA, KGV) ähnlicher börsennotierter Unternehmen.
  • Präzedenz-Transaktionen: Basierend auf Multiplikatoren, die bei früheren M&A-Deals für ähnliche Unternehmen gezahlt wurden. In der Regel höher als Comps aufgrund einer Kontrollprämie.

Sei auf die Folgefrage vorbereitet: „Wann würdest du den DCF stärker gewichten als Comps?" Antwort: DCF ist vorzuziehen, wenn das Unternehmen stabile, vorhersehbare Cashflows hat. Comps sind nützlich, wenn es ein liquides Peer-Set gibt, aber die Zukunft des Unternehmens schwer zu modellieren ist.

Finanzmodellierung

„Führe mich durch ein DCF-Modell."

Gliederung:

  1. Freien Cashflow (EBITDA → EBIT → NOPAT → FCF) für 5–10 Jahre projizieren
  2. Terminal Value entweder mit der Exit-Multiple-Methode oder dem Gordon-Wachstumsmodell berechnen
  3. Alle Cashflows mit WACC auf Barwert diskontieren
  4. Barwert der FCFs und Terminal Value addieren → Unternehmenswert
  5. Zum Eigenkapitalwert überleiten: Nettoschulden abziehen, Cash hinzufügen

Kenne die Komponenten von WACC (Eigenkapitalkosten via CAPM, Fremdkapitalkosten, Kapitalstrukturgewichtung).

M&A-Konzepte

„Ist der Deal akkretiv oder verwässernd, und warum ist das wichtig?"

Akkretiv, wenn der EPS des Käufers nach der Übernahme steigt. Das hängt vom Kaufpreis im Verhältnis zum Gewinn des Zielunternehmens, der Dealstruktur (Cash vs. Aktien) und Synergien ab. Aktiendeals sind eher verwässernd, wenn das KGV des Käufers niedriger ist als das des Zielunternehmens.


Verhaltens- und Fit-Fragen

Finance-Interviewer – besonders bei Investmentbanken – legen enormen Wert auf Fit. Die Arbeit ist anspruchsvoll und teamabhängig. „Warum wärst du ein Albtraum, mit dem man arbeiten muss?" ist das, was sie wirklich sondieren.

„Warum Investment Banking / Finance?"

Sag nicht: „Ich habe mich schon immer für Finance interessiert."

Sag etwas Spezifisches über dich: „Ich habe in der Unternehmensstrategie hospitiert und festgestellt, dass ich näher an die Transaktionsseite wollte – ich habe immer die Banker mit Fragen gelöchert. Ich möchte die Deal-Strukturierung verstehen, nicht nur die Ergebnisse interpretieren."

Die Antwort muss so spezifisch sein, dass sie nicht auf jeden anderen zutreffen könnte.

„Führe mich durch deinen Lebenslauf."

Das ist keine Biografie-Aufforderung. Es ist eine Einladung, eine überzeugende Pitch zu machen. Verbinde jeden Schritt logisch – warum du von A nach B gegangen bist, was du gelernt hast, worauf es dich vorbereitet hat.

Struktur: „Ich habe mit X angefangen, weil [Grund]. Diese Erfahrung hat mir [Erkenntnis] gezeigt, was mich zu [nächstem Schritt] geführt hat. Ich bin hier, weil [spezifischer Bezug zu dieser Rolle/Firma]."

„Erzähl mir von einer Zeit, als du mit jemandem Schwierigem zusammenarbeiten musstest."

Was sie testen: Kannst du mit Hochdruckteamumgebungen ohne Drama umgehen?

Sei ehrlich über die Herausforderung. Zeige, dass du versucht hast, die Perspektive des anderen zu verstehen, eine konkrete Maßnahme ergriffen hast, um es zu lösen, und professionell – nicht verbittert – darüber reflektieren kannst.


Die technische Vorbereitungs-Checkliste

Vor deinem ersten Finance-Interview solltest du Folgendes beantworten können:

  • Erkläre mir die drei Berichte
  • Führe mich durch einen DCF
  • Wie fließt eine Änderung der Abschreibung um 10 $ durch die Berichte?
  • Was ist WACC und was geht hinein?
  • Was macht einen Deal akkretiv vs. verwässernd?
  • Was ist der Unterschied zwischen Unternehmenswert und Eigenkapitalwert?
  • Wann würdest du Comps vs. DCF vs. Präzedenzfälle verwenden?

Jetzt üben

Finance-Interviewer bohren schnell nach und setzen hart nach. Der einzige Weg, sich damit wohlzufühlen, ist das Üben von Live-Antworten, nicht nur das Durchsehen von Notizen.

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